Das hatte sich unser neues Prinzenpaar nicht träumen lassen,

dass auch die diesjährige Session ins Wasser fällt.

 

Prinz Holger I. Kock und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Konstanze I.

Deitzer hatten sich nach ihrer Proklamation im November so auf

die Veranstaltungen in der Walsumer Stadthalle gefreut,

doch zum zweiten Mal kam es anders.

 

Wie alle anderen hiesigen Vereine wurden auch wir am 08. Dezember auf dem falschen Fuß erwischt,
als Ministerpräsident Hendrik Wüst an diesem Nachmittag öffentlich für eine totale Absage des
kommenden Sitzungskarnevals eintrat.

Er hatte sich bekanntlich mit Karnevalsverbänden aus Köln, Bonn und Aachen getroffen und diese zu
einem freiwilligen Verzicht ihrer Sitzungen bewegen können. Seitdem glühten auch in Walsum die
Telefondrähte und einige virtuelle Vorstandsitzungen fanden statt.

Nach intensiven Beratungen ziehen nun auch unsere Verantwortlichen die

Reißleine und verkünden das Aus für unsere Sitzungen in der Stadthalle

im kommenden Februar.

„Wir haben viele Tage diskutiert und diverse Konzepte überlegt, aber uns nun doch schweren Herzens
nach 2021 zu einer erneuten Absage unserer Veranstaltungen entschlossen“, gab der erste Vorsitzende Manfred Kögler zum Jahresanfang bekannt.

Da es sich aktuell nur um eine Empfehlung der Landesregierung handelt und nicht um ein politisches
Verbot, blieben die Karnevalisten auf erheblichen Kosten hinsichtlich der bereits abgeschlossenen
Verträge für die Halle oder die Künstler sitzen.

Neben dem finanziellen Fiasko bei einer 2-G-Plus-Regel und Einschränkungen der Hallenkapazität
können und wollen wir als Verein vor allem nicht das Risiko von Ansteckungsgefahren in der Halle tragen, denn die

Gesundheit unserer Mitglieder und der zahlreichen Gäste steht für uns an oberster Stelle

betonte Manfred Kögler ausdrücklich.


Seit Wochen beschäftigten sich Arbeitsgruppen des Vorstandes mit dieser Situation.


Nun informiert ein Teil aktiv die Aktiven und Mitglieder,

andere aktualisierten die bereits fertiggestellte Festschrift und

eine dritte Gruppe entwarf ein Szenario für den Umgang mit den
bereits verkauften Eintrittskarten im nächsten Frühjahr.

Hier werden die Verantwortlichen in Kürze mit einem Vorschlag zur Abwicklung an die Öffentlichkeit gehen.

Sicher ist aber schon, dass allen Inhabern eine Möglichkeit zur Rückgabe ihrer Karten eingeräumt wird.

Die schwerste Aufgabe hat aber das Team um den Kassierer, Vorsitzenden und Sitzungspräsidenten,
die kurzfristig sämtliche Rechnungen und Verträge zusammenstellen müssen, um einen Überblick über
die zu erwartenden Kosten für die ausfallenden Sitzungen zu bekommen. Für die Mitglieder des Vorstandes konnte also von einer besinnlichen Vorweihnachtszeit keine Rede sein.

Obwohl alle Aufgaben in den letzten Wochen termingerecht abgearbeitet wurden, bleibt das große
Fragezeichen, wie der Verein diese erneute Absage verkraftet.

Speziell die vielen Tanzgruppen haben sich das ganze Jahr auf ihre großen Auftritte vorbereitet und
unzähligeTrainingsstunden investiert. Insbesondere für die zahlreichen Kinder der einzelnen Gruppen ist der Ausfall nach 2021 ein weiterer schwerer Schlag. Hier wird nun viel Überzeugungsarbeit der Trainerinnen und der Eltern gefragt sein.

 

Für das amtierende Prinzenpaar gab es schon im Vorfeld die

beruhigende Nachricht, dass sie auch in der Session 2022/2023

auf dem Walsumer Narrenthron sitzen werden.

 

Auf seiner nächsten Vorstandssitzung wird sich der Vorstand allerdings

mit der Frage beschäftigen, wie man das Vereinsleben corona-konform

aufrechterhalten kann und wie man den Zusammenhalt unter den

Mitgliedern und Aktiven noch weiter stärken kann.

 

Es is wie es is !

Bleibt gesund und schaut mal hier vorbei.

 

Wir melden uns mit Neuigkeiten an dieser Stelle