Heinrich Wullhorst

"Hört Ihr Leut' und lasst Euch sagen!" So beginnen seit mehr als 20 Jahren die Reden des Politischen Nachtwächters. Verkörpert wird diese Type von Heinrich Wullhorst.

Nachdem er zuvor mit seiner Frau Claudia als närrisches Duett auf der Bühne gestanden hatte, erklomm der gelernte Jurist, der inzwischen seit mehr als 10 Jahren als Journalist arbeitet, den Walsumer Narrenthron. Seine politisch durchzogene Prinzenrede im Golfkriegsjahr 1990/91 ebnete ihm den Weg in die Bütt, die seitdem seine närrische Welt bedeutet. Ihm gelingt es immer wieder, die Ereignisse des Jahres aus Politik und Yellow Press in humorvolle Reime umzusetzen. Das ist Karneval in bester Tradition. Was er mit seinen Reimen erreichen will, formulierte Wullhorst viele Jahre lang zu Beginn seiner Rede: "Der Obrigkeit die Quittung geben, für alles, was sie tun im Leben, damit sie sich dann selbst erschrecken, wenn sie ihr Zerrbild hier entdecken."

Unser Redner Heinrich Wullhorst

Das Austüfteln von Gags macht ihm großen Spaß. Als Journalist, der seit vielen Jahren Pressesprecher eines großen Verbandes ist, liebt er es, auch in der Freizeit, mit der "wunderschönen deutschen Sprache zu spielen". Den einzigen Nachteil nennt Heinrich Wullhorst auch: "Mit einer gereimten politischen Rede ist man nie fertig. Aktuelle Ereignisse, wie die Rücktritte von Guttenberg und Wulff in den Jahren 2011 und 2012 zwingen immer wieder dazu, mitten in der Session noch Neues zu texten." Das zeigt: Mit seiner Rede ist der politische Nachtwächter immer tagesaktuell auf der Höhe der Zeit.

Sucht man eine Rede, die mit feinem Humor das Publikum begeistert und die eher Florett und Skalpell als Breitschwert und Holzhammer benutzt, dann sollte man sich an ihn wenden. Selbstverständlich hat er eine närrische E-Mail-Adresse, mit der er seine Liebe zu der Domstadt, in der er arbeitet bezeugt:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Aber auch im Bereich Gesang hat Heinrich Wullhorst lange Jahre die Säle zum Schunkeln gebracht. Er war seit 1992 einer der Gruen-Weiss-Spatzen, die Kölsche Tön nach Walsum brachten  und gründete nachdem sie im Karneval ausgezwitschert hatten, die Parodiegruppe die "Kellergeister". Auch hier zog er sich nach einigen Jahren zurück, um derzeit nur noch in der Rolle des Nachtwächters auf der Bühne zu glänzen.